In den ersten Monaten der Präsidentschaft von Bill Clinton erhielt eine Gruppe amerikanischer Ökonomen den Auftrag, sich die Lage in Japan genauer anzusehen. Das Land war damals, in den frühen neunziger Jahren, nach einem steilen Aufschwung in eine schwere Krise gerutscht. Einer der Experten war Larry Summers, ein aufstrebender Volkswirt, der bereits mit 29 Jahren zum Professor an der Harvard-Universität ernannt worden war. Summers und seine Leute machten sich an die Arbeit. Sie sagten voraus, dass sich die japanische Konjunktur bald wieder erholen werde – und lagen komplett daneben: Die Wirtschaftsleistung des Landes ist heute nur etwa halb so hoch wie prognostiziert.
Wirtschaftswachstum: Ausgewachsen?
Der Starökonom Larry Summers warnt: Den Industrieländern steht eine lang anhaltende Flaute bevor.