Als er mit 39 Jahren der älteste Teilnehmer bei einem Turnier war, wurde er in einer Zeitung schon als Altmeister tituliert. Da schluckte er doch etwas. Nun wurde Klaus Bischoff mit 52 erstmals in seinem Leben Deutscher Meister. Uraltmeister?! Warum nicht. Immerhin erhielt Viktor Kortschnoi mit 47 die Ehrenbezeichnung Wundergreis (in englischen (!) Gazetten), als er 1978 auf den Philippinen in einer mehrmonatigen Schlacht fast den Weltmeister Anatoli Karpow entthront hätte, Emanuel Lasker war mit 53 noch Weltmeister und mit 65 noch in der Weltspitze. Vielleicht liegen die besten Jahre ja noch vor Klaus, vielleicht verlegt er sich auf seine alten Tage doch nicht nur auf das Kommentieren von Spitzenturnieren.

Und wer meint, er hätte mit seiner (Bier-)Ruhe und dem bei Schachspielern unerlässlichen Sitzfleisch seine jüngeren Gegner totgesessen, dem sei gesagt, dass er in diesem Jahr schon, und zwar bereits zum 12. Mal, Deutscher Meister im Blitzschach (5-Minuten-Partien) wurde, von etlichen Deutschen Schnellschachmeisterehren ganz zu schweigen. Vielleicht spielt Klaus Bischoff ja einfach ausnehmend gut Schach?!

Natürlich unterlief dem Favoriten Daniel Fridman gegen ihn ein grober Fehler, aber wie sagte Klaus nachher: "Mit Pech ist noch niemand Deutscher Meister geworden!"

Mit welcher petite combinaison gewann Bischoff diese Partie als Schwarzer am Zug ganz schnell?

Lösung aus Nr. 49:

Mit welch unglaublicher Kombination rettete sich Weiß ins Remis? Nach 1.Ta8+ Kh7 entledigte sich Weiß mit 2.Th8+! Kxh8 zuerst seines Turms und dann mit 3.Dh6+! auch noch seiner Dame. Nach dem erzwungenen 3...Dxh6 war es patt, also remis – keine weiße Figur konnte mehr ziehen, ohne dass der König im Schach stand