Das ganze Jahr über, so von Januar bis November, tragen diese Orte unauffällige Namen, über die sich kaum jemand wundert. Aber dann, kurz vor Weihnachten, strahlen sie wie ab 16.15 Uhr in den Fußgängerzonen die Weihnachtsbeleuchtung, die bei Tageslicht ja auch eher weniger zur Zierde der Stadt beiträgt. Manche – bei Weitem nicht alle – Städte und Dörfer mit vorweihnachtlichem und weihnachtlichem Klang ziehen aus ihrem Namen Profit, indem sie Postfächer eingerichtet haben, an die Kinder schreiben können im Glauben, sich an den Nikolaus oder das Christkind persönlich zu wenden. Wer das macht, kann damit rechnen, einen Antwortbrief zu bekommen.

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In Himmelpfort in Brandenburg treffen im Advent angeblich 7.000 Briefe pro Tag ein, besonders viele aus China und Japan. Das Ganze ist natürlich eher ein unchristliches Brauchtum, was man nicht nur an den Absenderadressen erkennt, sondern auch daran, dass sich in Niedersachsen besonders viele Weihnachtspostämter finden.