Geburtsmedizin: Nasentropfen für die Nerven

Sauerstoffmangel während einer Frühgeburt kann die Nervenbahnen im Gehirn des Säuglings schädigen. Forscher aus Washington erprobten nun an Mäusen eine mögliche Therapie. Durch die Gabe eines spezifischen Wachstumsfaktors über die Nase der Tiere erhöhten sie die Zahl der sogenannten Oligodentrozyten – das sind Zellen, die wichtige Funktionen bei der Isolierung und Versorgung der Nerven übernehmen. Bei den so behandelten Mäuse-Frühchen waren die Gehirnfunktionen später deutlich besser als bei unbehandelten Tieren. Die Forscher glauben, dass eine entsprechende Behandlung auch bei Menschen anschlagen könnte, wenn sie möglichst rasch nach einer Frühgeburt erfolgt (Nature).

Neurologie: Alzheimer früh erkennen

Ob es möglich ist, anhand von Hirnbildern die Anlage zu einer Demenz schon vor deren Ausbruch zu erkennen, ist umstritten. Forscher der Columbia University in New York wollen nun eine besonders wichtige Region identifiziert haben (Nature Neuroscience): Patienten mit geringer Aktivität in der sogenannten entorhinalen Rinde, einer Region im mittleren Temporallappen, hätten ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Weitere Studien folgen.

Erratum: Grenzstreit am Dollart

Auch die CIA weiß nicht alles: Für unsere Grafik über umstrittene Gebiete (ZEIT Nr. 51/13) hatten wir auf das World Factbook der CIA zurückgegriffen. Deutschland wird dort als eines der Länder aufgeführt, die mit keinem ihrer Nachbarn Streit haben – was nicht ganz stimmt. Seit 1464 schwelt ein Konflikt mit den Niederlanden um die gemeinsame Grenze in der Emsmündung. Die Niederlande verorten sie in der Flussmitte, Deutschland am holländischen Ufer. In den letzten Jahrhunderten war der Streit eingeschlafen, mit dem Bau neuer Offshore-Windparks könnte er wieder erwachen.