Auf dem Flug in ein Land, das hier nicht genannt werden darf, bietet ein Kollege eine Wette an: Die Herausforderung des Tages bestehe darin, einen Text zu verfassen, in dem ein bestimmtes Wort nicht vorkommt. Wem das gelinge, bekäme eine Flasche Schampus. Ein zweiter sagt, das sei zu einfach, auch die Person, um die es geht, dürfe man nicht nennen, nicht das Land, in das sie fliegt, und auch nicht die Nachbarländer, nicht den markanten Gebirgszug, nicht ihre Vorgänger im Amt und auch nicht ihre früheren Tätigkeiten – und trotzdem müssten die Leser am Ende wissen, wer wo war. Ein dritter meint, auch die Zahl ihrer Kinder sei tabu, ihre Frisur, ihre Gestalt und die exakte Dauer ihres Kampflächelns. Und natürlich dürfe man auch nichts über ihren Vater schreiben, nichts über ihre Geburtsstadt und nichts darüber, wo sie ihr Weg und ihr Ehrgeiz noch hinführen könnten, fernab von dieser. Erst das sei eine echte Herausforderung.

Nun, wir selbst haben uns noch auferlegt, dass wir zu dem Land, das wir nicht nennen dürfen, keine Angaben über Religion, die sicherheitspolitische Lage, die Situation der Frauen und die Frage, wer wann von dort abzieht, machen wollen. Zudem werden wir auch nicht sagen, ob der Auftritt der Frau ohne Namen überzeugend war oder nicht, ob sie sich in ihrer neuen Funktion schon eingefunden hat und wie sie sich fühlt, so als erste Frau, die jetzt macht, was sie macht.

Wir trinken unseren Schampus gern eisgekühlt.