Unverzagte Leser dieser Schachspalte kennen den Schachclub 1868 Bamberg schon zur Genüge. Mal glorreich, mal am Boden. Mal warf ihn ein Wirt hinaus, weil ihm zwei Pfennig Trinkgeld ungenügend erschienen, zumal wenn die tabakkauenden "Schächerer" die besseren Gäste vertrieben, mal drückten sich die Mitglieder vor ihren Beiträgen. Die laut Chronik "sehr windige" Finanzlage des Clubs zwang sogar zur Ausgabe von Aktien zum Preis von 30 Kreuzern je Stück. Sage noch einer, Schachspieler seien weltfremd!

Mitnichten wurden nur Winkelzüge am Schachbrett ausgeheckt, es gab auch Fußballspiele gegen die Bamberger Symphoniker, und immer wieder wurde zu Tanzfesten geladen. So heißt es 1899, dass "der Schachclub allgemein mit der Abhaltung von Festen ziemlich karg" sei, wenn aber ein solches als unvermeidlich erscheine, so werde dasselbe gemütlich und gründlich gefeiert.

Vor einiger Zeit war nun eine Wanderung durch den Bruderwald unvermeidlich. Doch der Mensch lebt nicht nur von gesunder Natur allein, spätestens beim Einkehren muss er auch Schach spielen.

Und so kam es, dass der sechsjährige Vincent gegen den Vorstand höchstpersönlich, Peter Krauseneck, diese Stellung auf dem Brett hatte. Zuletzt zog er h2-h4, um das Läuferschach auf h4 zu vermeiden.

Doch leider sollte sich dies als ungenügend erweisen – wie konnte Schwarz am Zug trotzdem wunderschön in fünf Zügen matt setzen?

Lösung aus Nr. 2:

Warum konnte sich Schwarz nach 128.Kb7? Dh1+ 129.Ka7 ins Remis retten, und wie hätte Weiß stattdessen gewinnen können? Nach 129...Db7+! 130.Kxb7 war es patt – der schwarze König kann nicht mehr ziehen. Hingegen hätte gewonnen. Fazit: Du musst dich von deinen Damen trennen!