Nachdem in der Vorweihnachtszeit auf Hamburgs Straßen Silvesterfeuerwerke vorzeitig abgebrannt und Bestandteile eines Natursteinpflasterbelags nicht sachgerechter Verwendung zugeführt worden waren, reagierte die SPD-Regierung. Sie wies die Polizei an, in sogenannten Gefahrengebieten die schärfsten Waffenkontrollen seit Bestehen der Republik durchzusetzen.

Die Aktion zeitigte umgehend Erfolg – denn sie brachte die Regierung auf eine glänzende Idee, wie sie in ihrer Stadt für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen könnte: per definitionem.

Folgendes hatte sich ereignet: In der Hose eines Politaktivisten stießen die Ordnungshüter auf eine Klobürste. Umgehend konfiszierten sie das mögliche Tatwerkzeug. Die Bilder dieser erfolgreichen und abends öffentlich-rechtlich verbreiteten Aktion inspirierten die engagierte Politszene zur Selbstbewaffnung. Statt wie früher rote Fahnen schwenkten die Antifaschisten plötzlich Hunderte frisch erstandener Klobürsten. Als Folge der Nachfrage waren in den Gefahrengebieten auf St. Pauli am vergangenen Wochenende die Putzgeräte für Latrinen ausverkauft.

Endlich weiß Bürgermeister Olaf Scholz, wie er die Konjunktur ankurbeln kann. Als Nächstes sollen auf Vorschlag der hanseatischen Bäcker Baguettes per Definition zu Waffen erklärt werden. Ebenso kleinkalibrige Croissants. Aux armes!