Der 1943 in London geborene Sohn irischer Eltern verlässt mit 14 die Schule, geht bald zur Armee, macht dort eine Boxkarriere, wird dann aber wegen seiner Trunksucht entlassen. 15 Jahre lebt er, dem Alkohol und den Drogen verfallen, auf den Straßen Londons, immer wieder unterbrochen von Gefängnisaufenthalten wegen gewalttätiger Überfälle und aller möglichen Delikte, sein weiteres Dasein und Ende scheinen vorgezeichnet.

Doch dann erlernt John Healy im Gefängnis von einem Mitgefangenen, Harry "the Fox", Schach. Er spielt es bis zur Obsession, aus der Alkohol- wird eine Schachsucht, er spielt Turniere und öfter sogar erfolgreich simultan. Und schreibt seine Autobiografie The Grass Arena, einen Bestseller, auf den sich die britische Presse und das Fernsehen stürzen; sowohl das Buch als auch der gleichnamige Film erhalten zahlreiche, auch renommierte Preise. Doch dann verschwindet Healy wieder, bis ihn 2006 der Filmemacher Paul Duane findet. In der Dokumentation Barbaric Genius erweist sich Healy als zorniger, freilich auch wortgewandter und oft sogar ausgelassener Geschichtenerzähler, aber auch als jemand, dessen Verfolgungswahn ihn zu verschlingen droht und den nur Schachspiel und Meditation vor oft niederschmetternder Verzweiflung bewahren.

Mit welcher Kombination setzte Healy als Weißer am Zug bei der Hardiman Championship 1993 seinen Gegner E. Kass in drei Zügen matt?

Lösung aus Nr. 3:

Wie konnte Schwarz am Zug den weißen König aus seinem Unterschlupf herauszwingen und in 5 Zügen matt setzen? Auftakt war das Läuferopfer 1...Lxh4+! und nach 2.Txh4 (2.Kf1 Df2 matt) Dxg1+ 3.Lf1 Dg3+ 4.Ke2 Sd4+ 5.Ke3 Dg1 matt. Eine bezaubernde geometrische Lenkung!