Natürlich eckte sie auch in Goslar an, sie war ja immer zu laut, zu schrill. Musste ja ihre vierte Ehe noch in Weiß schließen, mit 56. Warf die Millionen zum Fenster hinaus, streckte die Hirsche mit sauberem Blattschuss nieder. Und dann diese Frauen-Bildungskurse, die sie sich in den Kopf gesetzt hatte!
Der Erste Weltkrieg hatte Europa in Trümmer gelegt, Frauen durften das erste Mal wählen, und Katharina von Oheimb, von allen nur Kathinka genannt, hielt die Männer für Versager. Sie forderte: "Es ist die Pflicht eines jeden weiblichen Wesens, durch ihr Auftreten in der Politik alle die Gründe zu widerlegen, mit denen man die Frauen bisher von der Politik ferngehalten hat!"