Wenn sich die CDU-Abgeordneten Astrid Timmermann-Fechter, Innen Elisabeth Winkelmeier-Becker und Claudia Lücking-Michel darüber streiten, ob nun Sabine Sütterlin-Waack, Ursula Groden-Kranich oder Alexandra Dinges-Dierig den christdemokratischsten Doppelnamen trägt, fühlen sich nicht nur Annette Widmann-Mauz und Christel Voßbeck-Kayser übergangen, sondern auch Michael Grosse-Brömer und Bernhard Schulte-Drüggelte.

Vorbei sind die Zeiten, da es reichte, Frau und Sozialdemokratin zu sein, um mit Namen wie Rita Schwarzelühr-Sutter, Birgit Malecha-Nissen oder Gabriele Lösekrug-Möller in den Bundestag einziehen zu können. Die Sozialdemokratisierung der CDU und des Mannes macht selbst vor dem Doppelnamen nicht halt, wenngleich Rita Hagl-Kehl, Helga Kühn-Mengel und Ute Einckh-Krämer ebenso stolze SPD-Abgeordnete bleiben wie Gabriele Hiller-Ohm, Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Karin Evers-Meyer. Ganz zu schweigen von Michaela Engelmeier-Heile, Ingrid Arndt-Brauer und Elvira Drobinski-Weiß.

Die CSU-Parlamentarier verweigern sich dem Doppelnamen geschlossen, weil die Sozialdemokratisierung der CSU abgeschlossen ist. Die Linke kann nur Eva Bulling-Schröter aufbieten und bleibt somit weit hinter den Grünen, der besseren SPD des letzten Wahlkampfs. Doch weder Katrin Göring-Eckardt noch Beate Walter-Rosenheimer, Maria Klein-Schmeink, Kordula Schulz-Asche, Wolfgang Strengmann-Kuhn oder Beate Müller-Gemmecke sind so SPD wie Angela Kasner-Merkel-Sauer.