In den unendlichen Weiten des Twitter-Weltalls gibt es ein neues Schlagwort. Es heißt #tröd. In der Fachsprache von Twitter (das ist dieses Netz für Ultrakurznachrichten) spricht man von einem Hashtag, was nicht etwa was mit bekifften 24 Stunden zu tun hat, sondern Doppelkreuzmarkierung bedeutet. Damit kennzeichnet man besonders wichtige Themen, sodass sie im Kosmos von Twitter nicht verloren gehen.

Nun also Doppelkreuz tröd.

Ausgedacht hat sich das die Gewerkschaft ver.di. Sie will damit ihre Ultrakurznachrichten zu den Lohnverhandlungen der Staatsdiener markieren. Wie kommen die auf #tröd? Denkt man da nicht unweigerlich an #trödeln? Oder an nervende Trillerpfeifen und Tröten? Falsch! Richtig ist: T arif r unde im ö ffentlichen D ienst. Die Leute bei ver.di haben sich ja was gedacht dabei.

Vielleicht ist das ein bisschen kompliziert. Aber die Gewerkschafter haben sich noch einen zweiten Hasch-Marker für ihre Kampagne einfallen lassen. Der ist richtig einfach. Aktionen ihrer Mitglieder laufen unter: #wirsinddieguten. Das kapiert wohl jeder. Für die Arbeitgeber böte sich entsprechend an: #wirsinddiebösen. Oder #wirfiesengeizhälse oder #werdasliestistdoof. So was in der Art.

Man sieht: Auch in der modernen, unübersichtlichen Welt von Twitter ist eigentlich alles ganz einfach. #hierschlussjetztschmunzeln.