Junge Künstler haben es manchmal schwer, weil man sie gern mit irgendwem vergleicht, und schon haben sie ihr Image weg. Auch ihm erging es so, obwohl er stets betont hat, dass er musikalisch ganz was anderes macht als sein vermeintliches Vorbild. Doch um der Schublade langfristig zu entkommen, blieb ihm nur der konsequente Weg: so viele Facetten wie möglich zu zeigen, das Spektrum ständig zu erweitern, auch mal kleine Ausflüge in ungewohnte Genres zu wagen – alles frei nach dem Motto: Ich kann viel mehr, als ihr denkt!

Die Musik begleitet ihn seit Kindertagen, folgerichtig beherrscht er eine ganze Reihe an Instrumenten: Geige, Tuba, Posaune, Gitarre, Klavier. Sein wichtigstes aber ist seine charismatische Stimme. Sie ist sein Markenzeichen, auch auf der Kinoleinwand, die er nebenher erobert hat. "Ich spiele am liebsten finstere Charaktere, die sich dann verändern. Da gibt es wohl durchaus eine Parallele zu meiner Musik", hat er mal gesagt. Erst kürzlich sah man ihn in der Rolle des Womanizers und nahm ihm das sofort ab. Weil er ziemlich gut aussieht, fast ein bisschen wie Alain Delon – und natürlich wegen dieser Stimme. So warm, so sanft, so verführerisch ...

Doch während er in seinem Land die Hallen füllt, geht er hierzulande am liebsten in die kleineren Clubs. Live bedient er dann alle Klischees des melancholischen Künstlers: trinkt, raucht, parliert am Piano. Dabei lebt er, älter geworden, inzwischen recht solide und zurückgezogen. Angepasst hat er sich trotzdem nicht, nutzt vielmehr seine Popularität, um in Interviews auf soziale Missstände hinzuweisen. Der Politik und ihren Repräsentanten misstraut er nämlich zutiefst. Aber er trennt das – hier die Musik, da die Politik: "Pop sollte nicht politisch sein. Er sollte moralisch sein und viel philosophischer als Politik."

Seine Songtexte sind oft Momentaufnahmen, sie handeln von Liebe, Sehnsucht, Lebensfragen. Sein Blick auf die Welt habe sich verändert, sagt er, das verdanke er seiner mittlerweile zehnjährigen Tochter: "Früher habe ich nie weiter geplant als bis zum nächsten Tag. Heute ist mir die Frage, was in fünf Jahren sein wird, sehr wichtig." Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 9:

Mehmed II., der Eroberer (1432 bis 1481), übernahm 1441 für zwei Jahre die Regierung des Osmanischen Reichs. 1451 erneut inthronisiert, eroberte er 1453 Konstantinopel. Er sah sich als Nachfolger der oströmischen Kaiser und beanspruchte die Herrschaft über Rom