Das ist der Witz an Ideologien: Die meisten rafft die Geschichte dahin. Erinnert sich jemand an das BAP-Lied Müsli-Män? Es ging darin um einen Mann, der hennagefärbtes Haar hat, ein Damenrad aus Holland fährt und Tambourin spielt. Das war 1981.

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Inzwischen ist Müsli ein weitgehend ideologiefreies Essen. Sie können sich einen Vorrat Granola-Müsli selbst zubereiten, jeden Tag davon essen, niemand wird ein gemeines Lied in Kölner Mundart über Sie singen. Diese Art von gebackenem Müsli ist allerdings auch nicht so gesund und leicht, wie man mal dachte: Es enthält viele Kohlenhydrate und ist ziemlich süß. In einer Schüssel werden Haferflocken, Kokosnussraspel, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Sesamsamen, Zimt, Ingwer und Salz vermengt. Dann Ahornsirup und Öl unterrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen.

Der Ofen wird auf 170 Grad vorgeheizt. Das Granola backt ungefähr 45 Minuten lang. Alle 15 Minuten sollte man das Gemisch wenden, sodass das Müsli von allen Seiten gleichmäßig bräunt. Es sollte nicht zu dunkel werden. Nach dem Backen auf dem Blech abkühlen lassen – erst jetzt ist das Müsli richtig knusprig. Die Cranberrys hinzugeben, wobei Rosinen es auch tun. Das Ganze in Vorratsgläser füllen, so hält sich das Granola ungefähr einen Monat lang. Mit Joghurt und Obst schmeckt es am besten.

Granola-Müsli

400 g Haferflocken (Kleinblatt)
100 g geraspelte Kokosnuss
200 g ganze ungeschälte Mandeln
4 EL Sonnenblumenkerne
3 EL Sesamsamen
2 TL Zimt
1 TL gemahlener Ingwer
½ TL Salz
150 ml Ahornsirup
100 ml Pflanzen- oder Erdnussöl
150 g Rosinen oder getrocknete Cranberrys