Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik als PDF herunterzuladen. © Gerdes/Winzer/Eberhart

Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu Schlagzeilen über Mietpreiswahnsinn und Wohnungsnot in Deutschland. Tatsächlich gibt es Gegenden, in denen Durchschnittsverdiener kaum mehr mit dem rasanten Preisanstieg mitkommen. Doch diese sind die Ausnahme. Es gilt die Faustregel: Je größer die Stadt und je höher der Wohnwert der Immobilie, desto stärker wächst der Preis.

Die ZEIT-Grafik beschäftigt sich mit Freud und Leid der Wohnenden in Deutschland. So leiden wir beispielsweise seltener unter den Marotten unserer Mitbewohner, denn es gibt immer mehr Singlehaushalte. Freuen können wir uns außerdem über mehr Platz: Seit 1998 hat jeder im Schnitt sechs Quadratmeter mehr Wohnraum zur Verfügung.

Konkrete Entwicklungen zeigt die Grafik an fünf Beispielen aus allen deutschen Himmelsrichtungen: wie sind die Mietpreise gestiegen, und wie die Kaufpreise? Wo liegen die teuersten Stadtviertel? Und welcher Teil des sauer verdienten Einkommens geht jeweils für die Wohnung drauf?

Wem dieser Anteil zu hoch sein sollte, der findet vielleicht einen Grund, Mietminderung zu beantragen. Wie in der Grafik zu sehen, kann sich das durchaus lohnen. Allerdings muss der Mieter ernsthafte Beeinträchtigungen nachweisen. Schimmel, Lärm oder kaputte Heizungen zählen üblicherweise als solche. Ein Wohnungsbesuch von "ein bis zwei Ameisen im Juni an jeweils sieben Tagen" allerdings nicht – ein entsprechender Antrag war vom Amtsgericht Köln abgelehnt worden.

Weitere Infografiken der Serie "Wissen in Bildern" finden Sie hier.