Natürlich haben die Kurden Konkurrenten und Gegner – allen voran die Al-Kaida-Truppen von Isis und Al-Nusra. Schon kurz nachdem die Kurden ihre Autonomie in Rojava erklärten, sind dschihadistische Truppen ins kurdische Gebiet vorgerückt und haben damit eine weitere Front im syrischen Bürgerkrieg eröffnet. Sie werden mutmaßlich von der türkischen Regierung unterstützt – auch die Türkei hat kein Interesse an einem autonomen kurdischen Gebiet an ihrer Südostgrenze. Ihr missfallen die Autonomiebestrebungen der syrischen Kurden unter einer starken Partei, die enge Verbindungen zur PKK, der Kurdenpartei in der Türkei, hat. Die Regierung in Ankara sorgt sich, dass die Abspaltung Ausstrahlung auf die Kurden in ihrem Land haben könnte – sie musste bereits den kurdischen Nordirak schlucken.