Im Restaurant wäre das, was die sechs Frankreich-Bände der neuen Michelin-Reihe Best of ... bieten, ein Aperitif. Sie sind handlicher als die bisherigen grünen Reiseführer und schmaler als die roten Gastro-Guides von Michelin.

Jeder Band umfasst 160 Seiten und hat eine Straßenkarte (allerdings in eher ungünstigem Maßstab). Unterwegs in Paris, wird das zu wenig sein, aber für die Bretagne, die Côte d’Azur, die Provence oder Korsika kann der Umfang ausreichen – vor allem für Urlauber, die gar nicht unbedingt jedes kunsthistorische Detail erfahren möchten.

Best of Elsass etwa ist ein kompakt verfasster Reiseführer, flankiert von einem Stadtplan für Straßburg und kulinarischem Vokabular. In fünf Regionen unterteilt, enthält er knappe Informationen zu den meisten bekannten Ausflugszielen. Bei den empfohlenen Einkehrmöglichkeiten dominiert nicht die Sterne-Gastronomie, sondern traditionelle Elsässer Kost: das deftige Eintopfgericht Baeckeoffe, marinierte Schweinskopfsülze und Flammekuechle, wozu in vielen Gasthäusern krugweise Riesling aufgetischt wird.