Seine detaillierten Bewertungen und sein schierer Umfang haben den Falstaff zum maßgeblichen Weinführer Österreichs gemacht. Das weckt Erwartungen, denen die erste deutsche Ausgabe nicht ganz gerecht wird. Nur 300 Güter würdigt der kürzlich erschienene Band. Darunter sind erfreulicherweise nicht nur die alten Bekannten.

Da aber fast alle Weine 87 bis 91 Punkte auf der von 0 bis 100 reichenden Skala erhalten, weiß man doch nicht, woran man ist. Unklar bleibt auch, warum manche der Winzer auf einer eigenen Seite porträtiert und andere trotz besserer Bewertung in aller Kürze abgefertigt werden.

Erst auf Nachfrage beim Verlag erfährt man von der recht hohen Kostenbeteiligung, die mancher Erzeuger wohl nicht zahlen mochte. Die gut geschriebenen Texte sind ein Pluspunkt des Falstaff. Doch mehr Profil wird nötig sein, wenn er den etablierten Führern Konkurrenz machen will.