Die meisten Museen haben ein Café. Das Haus der Kunst in München hat etwas Besseres: eine Bar. Genauer gesagt die Goldene Bar, in der man morgens Croissants und Espresso bekommt und mittags Zucchinicreme. Abends sollte man sich dort am besten den Kreationen von Barchef Klaus St. Rainer widmen. Er macht mithilfe von Biokokoswasser aus der Sahnesauce Piña Colada einen anständigen Drink. Er krönt den Klassiker French 75 mit Gin-Tonic-Espuma. Und wenn es etwas markanter werden soll, vermählt er auch mal Zutaten aus Mexiko, China und Schottland.

Alle Wochenmarkt-Rezepte © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Für den Dirty Old Bastard, einen kräftigen Whisky-Cocktail, brauchen wir zunächst Lapsang-Souchong-Sirup. Dafür 250 g Zucker mit 250 ml Wasser zum Kochen bringen und darin auflösen. Dann 10 g rauchig- würzige Lapsang-Souchong-Teeblätter dazugeben (die man in Teeläden kaufen kann) und zehn Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb abgießen und kalt stellen. Pro Cocktail braucht man 10 ml Sirup, den Rest in eine Flasche füllen und weiterverwenden (zum Beispiel für einen Eistee: dafür konzentrierten Tee kochen, Sirup, Eiswürfel, etwas Wasser, ein paar Scheiben und etwas Saft von Orangen und Zitronen dazu).

Für den Cocktail ein Stück Chilischote in ein Whiskyglas geben. Die Chilischote leicht andrücken und mit dem Tee-Sirup und ein paar Spritzern Bitter übergießen. Verrühren, den Whisky dazugeben und erneut verrühren. Nach und nach Eiswürfel unter Rühren dazugeben, bis das Glas gefüllt ist. Die rauchigen Aromen des Whiskys und des Tees ergeben einen Kontrast zum Bitter und zur Schärfe der Chili. Wen das einschüchtert, der serviert zum Cocktail ein Glas Eiswasser.

Dirty Old Bastard
(für 1 Cocktail)

10 ml Lapsang-Souchong-Sirup
50 ml Ardbeg Ten (oder einen anderen stark torfigen Islay Single Malt Whisky)
1 kleines Stück Chilischote
ein paar Spritzer Bitter
Eiswürfel

Für den Zuckersirup:
250 g Zucker
250 ml Wasser