Ach, was leben wir doch in einer tollen Stadt! Wer das nicht glauben mag, dem empfehlen wir einen Besuch von www.notesofberlin.com. Dort kommuniziert Berlin mit sich selbst – per Notizzettel. Mal wendet sich ein besorgter Vater an das "liebe Studentenpack im 2. OG" mit der Bitte: "Hört auf nackt zu kiffen oder kauft Euch mal verdammte Vorhänge". Mal prophezeit ein "ich (behindert an Krücken)" allen, die sich als "Arschlochradfahrer/in?" angesprochen fühlen, "den Schädel zu spalten", sollten diese "mistschei.......Ar...f...fresse" noch einmal "meinen, mich umfahren zu müssen". Und mal warnt ein umsichtiger Erfinder unter "ACHTUNG", er sei sich "ziemlich sicher", eine Zeitmaschine erfunden zu haben. "Deshalb werde ich diesen Freitag um 13.35 hier materialisieren." Er bittet darum, den Platz frei zu halten und keine Fahrräder oder Kinderwagen dort abzustellen. "Es könnte sonst hässlich werden."

Wer nun glaubt, Berlin sei so durchgeknallt, wie man sich das im Taunus vorstellt, kennt Mehdorn nicht, jenen Mann, der seinen Vornamen Bahn-Chef gegen BER-Chef eintauschte. Mehdorn hat jetzt 1,1 Milliarden Euro für den Weiterbau an einem Flughafen verlangt, der nie fertig wird. Da fällt uns doch glatt ein, was in einem Friedrichshainer Club für den Besuch der Herrentoilette verlangt wird: "Kleiner Penis: 10 Cent. Großer Penis: 2 Euro". Und unter dem Zettel liegen drei einsame 10-Cent-Münzen in einem Meer von 2-Euro-Stücken. Dit is Berlin: komplett Mehdorn.