In den vergangenen Monaten hat die Vollers GmbH im Hamburger Hafen Tausende von Porenbetonwänden nach Angola verschifft. Jetzt sind die drei letzten Container auf den Weg gebracht. Der Auftrag kommt vom angolanischen Landwirtschaftsministerium, das in der Grassavanne 310 Fertighäuser baut. Angola ist reich an Öl, doch knapp an Wohnraum – das gilt nicht nur für die sagenhaft teure Hauptstadt Luanda, wo ein Zwei-Zimmer-Apartment fünfmal so viel kostet wie am Kaiserkai in der HafenCity, sondern auch für das verödete Land ringsum. Nach 30 Jahren Bürgerkrieg liegen Minen und Knochen, wo Gemüse wachsen könnte. Das soll sich ändern. In Quiminha, 70 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, werden die Fertighäuser stehen. Sie sind 100 Quadratmeter groß, einstöckig und haben schöne rote Dächer. Die Kleinbauern, die darin wohnen sollen, bekommen dazu eine Hühnerhütte mit 288 Legehühnern sowie drei Hektar Land für den Anbau von Mais. In den Containern befinden sich bloß die Innen- und Außenwände der Häuser. Sie wurden von der Firma H + H bei Bad Segeberg hergestellt. Die übrigen Bauteile kommen aus den Niederlanden und werden erst in Angola mit den Wänden verklebt. Dann sind die Fertighäuser endlich fertig.