An einem lauen Abend der vergangenen Woche sitzt Holger Apfel ganz rechts außen am Carrer Marbella Nummer 71, Playa de Palma, und genießt das Leben als Ausländer. "Ich schlafe wieder durch", sagt Apfel. Es gehe ihm gut, er wohne in einer kleinen Wohnung, prima Lage. "Meine Frau findet, ich sei ein anderer Mensch geworden." Auch ein besserer?

Ein gelbes Poloshirt wölbt sich über Apfels Bauch, "Maravillas Stube" steht in Brusthöhe, das ist der Name seiner Kneipe, er hat sie vor wenigen Tagen eröffnet. Sein Gesicht ist leicht gebräunt, ein Schweißfilm glänzt auf der Oberlippe. Apfel, 43, trägt Dreitagebart, an den Füßen Espadrilles, leichte Schlupfschuhe. Er sieht aus wie ein Ballermann-Tourist. Im Hintergrund läuft Schlagermusik.