Trampen, das war einmal schwer angesagt. Wohnwagen und Niederländer, das bleibt wohl ewiges Klischee. Hier ist die Kombination: Tjerk Ridder hält neben seinem putzigen Hymer-Caravan den Daumen raus auf der Suche nach einem Auto mit Anhängerkupplung.

Motto: "Man braucht andere, um voranzukommen." Acht Länder in drei Monaten wurden es – von Utrecht über das Ruhrgebiet, Wien, Budapest, Sofia bis Istanbul; 3.700 Kilometer an 53 Anhängerkupplungen.

Der Trip geriet spaßig, glückvoll und auch frustrierend, etwa die eisigen 72 Stunden bei Erlangen und die Gluthitze an der verkehrsfreien kroatischen Grenze. Ridder, der Liedermacher und Theaterkünstler, hat die Tour intensiv geplant und sie als Multimediaprojekt mit DVD (Songs und Filme von unterwegs) inszeniert. Einer seiner ersten Kuppler, Remco aus Nijmegen, war so begeistert von dem schrägen Unternehmen, dass er das Gefährt am Bosporus mit seinem trekhaak wieder abgeholt hat.