DIE ZEIT: Herr du Mont, Sie haben sich vergangene Woche an eine Supermarktkasse gesetzt, um im Rahmen einer Prominentenaktion Geld zu sammeln für arme Kinder. Wie war’s denn?

Sky du Mont: Das war ganz toll, weil bei mir die Leute auch wirklich gespendet haben. An den anderen Kassen war die Spendenbereitschaft, sagen wir mal, nicht sehr ausgeprägt. Ich sage Ihnen übrigens nicht, wo das war! Mir reicht es, dass die Leute zu Hause in Rissen über mich sagen: "Das ist doch das Arschloch, das FDP wählt." Ich will nicht noch in anderen Vierteln beleidigt werden.

ZEIT: Aber wir wissen doch, dass Sie im Netto-Markt in Osdorf an der Kasse saßen.

Du Mont: Ist ja auch egal. Da kam jedenfalls richtig viel Geld zusammen.

ZEIT: Gibt es in Rissen auch einen Netto?

Du Mont: Nicht dass ich wüsste.

ZEIT: Sie sind eher der Feinkostladen-Typ, oder?

Du Mont: Nein, ich kaufe bei Aldi und beim Fleischer ein. Feinkostläden sind nicht mein Ding.

ZEIT: Sind Sie ein typischer Elbvorortler?

Du Mont: Ich weiß gar nicht, was das ist. Ich habe in München und in London gelebt und bin seit zehn Jahren in Hamburg. Nach Rissen sind wir gezogen, weil mir der Fluglärm in Groß Flottbek zu viel wurde. Ich wollte einfach ein bisschen Ruhe und Grün.

ZEIT: Wie viel Ihres Erfolges haben Sie Ihrer Haarfarbe und Ihrer Frisur zu verdanken?

Du Mont: Die haben mir immer geschadet.

ZEIT: Im Ernst? Das ist doch die Grundlage Ihres Erfolges.

Du Mont: Dann lesen Sie mal, was Ihre Kollegen alles über meine betonierten Haaren geschrieben haben! Ich musste ja immer den Bösen spielen.

ZEIT: Der große Erfolg allerdings kam für Sie erst mit Comedy-Filmen wie Otto – Der Film, Der Schuh des Manitu oder Arme Millionäre.

Du Mont: Stimmt, das mach ich auch viel lieber.

ZEIT: Ob im Komödienfach oder als Bösewicht: Sie können eben eine bestimmte Form von elitärer Bürgerlichkeit gut darstellen, oder?

Du Mont: Sie stellen Fragen. Ich werde meine Erziehung nicht mehr los, ich komme halt aus einer guten Familie. Aber mein Sakko habe ich nur angezogen, weil ich wusste, dass Sie auch mit Sakko kommen. Gut, Sie haben schon recht, ich würde sicherlich nicht als Gammler besetzt werden.