Wasser kann man stundenlang studieren, vor allem das des Meeres. Immer in Bewegung, spiegelt es, schäumt es, sprudelt und strudelt, brandet, wellt und kräuselt sich. Doch selbst bei stundenlanger Betrachtung: Vollkommen zu fassen bekommt man es nie. Mit seinem ständigen Drang zur Veränderung bleibt es immer geheimnisvoll. Tomek Niewiadomski ist dem Wasser hinterhergereist, sein Bildband Blue, hauptsächlich in Schwarz-Weiß fotografiert, zeigt es in vielen Facetten: mal wild gurgelnd, mal vom Menschen gezähmt, in den Betonwänden eines Swimmingpools. Regelmäßig kehrt Niewiadomski an den Strand zurück, den Ort, wo Mensch und Meer zusammentreffen. Und hält dort Szenen fest, die so unergründlich sind wie das Meer selbst. Hat die Frau eine herrenlose Luftmatratze am Strand gefunden? Oder hat ihr geliebtes Badeaccessoire ein Loch? Und wie weit will sie damit hinaus? Das Meer wird uns auch das nicht verraten.