Schon als Kind war sie früh auf sich allein gestellt. Lernte, was es heißt, um alles oder nichts zu kämpfen. Es muss oft verdammt hart für sie gewesen sein, aber es hat sie auch zu der Vorzeigesportlerin werden lassen, die sie ist. Eine Kämpfernatur, die sich allen Angriffen mit hellwachem Blick entgegenstellt. Eine "eiserne" Lady, die selbst dann noch weitermacht, wenn es fast nicht mehr geht. Eine Frau, die siegen will, für sich und für ihr Team, und dafür weder Konfrontation noch Blessuren scheut.

Wie sie dazu wurde, hat sie in ihrer Autobiografie erzählt, mit vielen schier unglaublichen Details. Wäre sie nicht innerlich so ein Stehaufmensch gewesen, hätte ihr Leben vermutlich auch in der Gosse enden können. Die Mutter, eine Alkoholikerin, hat vorgemacht, wie’s geht: "Ich wusste immer, wo ich Schnaps für unsere Highschool-Partys herkriegen konnte. Ich klaute einfach eine von den Fuselwodka-Flaschen unter dem Autositz meiner Mutter. Egal, wie oft ich eine nahm, es war immer gleich eine neue da." Und auch ihr Vater war kein Held zum Vorzeigen. "Wir wussten eine Menge Dinge von ihm nicht. Im besten Fall war er unzuverlässig, im schlimmsten ein Krimineller", wertet sie im Rückblick.

Weil er wegen Betrug und Diebstahl vor ihren Augen verhaftet wird und für Jahre im Knast landet, ist er vor allem ein abwesender Vater für die heranwachsende Tochter. Immerhin schreiben sie einander Briefe; und als er nach seiner Entlassung obdachlos und zu einem Einsiedler im Wald wird, bleibt sie weiter in Kontakt mit ihm. Letztlich ist er wohl ein vom Krieg traumatisierter Mann und hat den Draht zu einem halbwegs normalen Leben längst verloren. Aber diesem Vater verdankt sie auch ihre Begeisterung für den Sport; wenn sie vorführt, was sie draufhat, steht er im Publikum und feuert sie an.

Das hat sie ihm nie vergessen, nach seinem Tod widmet sie ihm ein großes Turnier: "Ich habe nur für ihn gespielt." Heute zählt sie unbestritten zu den Besten ihrer Zunft. Und doch, so hat sie mal erzählt, litt sie als junge Frau lange Zeit darunter, dass sie ihren durchtrainierten Körper zu wenig weiblich fand. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 25:

Der Nationalheld Perus, der Mestize José Gabriel Condorcanqui Noguera (1743 bis 1781), nannte sich nach dem letzten Inka-Herrscher Tupac Amaru II. Er führte den Aufstand gegen die Kolonialmacht Spanien an. Die Wirtschaftskrise ging von der Silberstadt Potosí aus