Das Bundesministerium des Innern strich dem Deutschen Schachbund die bisherige Förderung, weil das Kriterium der "eigenmotorischen Bewegung" nicht erfüllt sei. Ein Skandal! Schließlich ist Schach vom Internationalen Olympischen Komitee als Sport anerkannt. Der Deutsche Schachbund gehört seit 1953 dem Deutschen Sportbund an und auch der Deutsche Olympische Sportbund hält Schach für förderungswürdig. Schach wird in den meisten Ländern als Sport betrachtet, in der Sowjetunion waren die Weltmeister Karpow und Kasparow sogar mehrmals Sportler des Jahres – in Indien war es Anand schon zweimal. Der ehemalige Präsident des Deutschen Sportbunds, Willi Weyer, sagte nach dem Doping-Menetekel der Olympiade in Montreal 1976, er sei froh, dass das saubere Schach Teil der Sportfamilie sei. Im Auftrag des Deutschen Sportbunds führte ich 1981, zusammen mit der Medizinischen Universitätspoliklinik München, während eines Turniers an der Sportschule München-Grünwald ausgiebige Untersuchungen mit fortlaufendem EKG, Blutdruckmessungen, Atemfrequenz-, Katecholamin- und Blutgasbestimmungen et cetera durch, die Schach als Leichtsportart auswiesen.

Auch für Schach gilt: mens sana in corpore sano! Beispielsweise beim Weltmeister Magnus Carlsen, der leidenschaftlich gern Fußball spielt. Welcher Königszug gewann für Carlsen kürzlich gegen den Schach bietenden Italiener Caruana, und welcher Zug hätte sogar die Niederlage bedeutet?

Lösung aus Nr. 25:

Wie eroberte Weiß den in seinem Lager "verirrten" Springer? Nach 1.Ke3! drohte schlicht 2.Lxb2, 1...Sd1+ scheitert an 2.Ke2. Schwarz versuchte noch 1...Te8+ 2.Kd2 Td8 , um aber nach 3.Kc3! aufzugeben, denn bei 3...Sd1+ 4.Kc2 hätte endgültig seines Springers letztes Stündlein geschlagen. Ein grober Fehler wäre indes 1.Ke2? Sc4+! 2.bxc4 Txd4 mit Remis gewesen