Not macht erfinderisch. Das österreichische Bundesheer muss sparen, und, wer hätte es gedacht, dieser Finanznot begegnet es mit kreativen Ideen. Die Eurofighter, bekanntlich das Herzstück der Landesverteidigung, können derzeit leider nur zu ganz bestimmten Zeiten von ihrem Fliegerhorst abheben, weil das Geld für den Treibstoff fehlt. Lediglich zu den Amtsstunden, Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 16.00 Uhr, wird geflogen. Das könnte heimtückische Aggressoren dazu verleiten, die Republik just nach Büroschluss anzugreifen. Man stelle sich also vor: Es ist Krieg, und niemand sitzt im Büro. Dem soll nun durch das sogenannte Fremdfliegen vorgebeugt werden. Will heißen, eine ausländische Luftwaffe kontrolliert den Luftraum zwischen Neusiedler- und Bodensee, während die eigene Pause hat. Das wirft nun natürlich die Frage auf, warum das pipifeine Fluggerät ursprünglich überhaupt angeschafft wurde. Fremd fliegen ließe sich ja auch rund um die Uhr, und in Summe wäre das sicher die billigere Alternative. Schmiergeld, das anderenfalls nicht geflossen wäre, kann doch wohl nicht der einzige Grund für die kostspielige Beschaffung gewesen sein. Da hat wohl wieder einmal niemand mitgedacht. Es wird nun allerdings der zukünftige Königsweg sein, staatliche Aufgaben auszulagern. Man sollte von der Natur lernen: Mach es wie der Kuckuck, ruft das Land seiner Regierung zu. Warum nicht gleich auch andere denken lassen? Dieses Fremddenken entspräche der heimischen Mentalität, da gleich die Fremdverantwortung mitgeliefert würde. Das vermeidet eigene Fehler, genial! Man sollte aber nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Radikal gedacht, müsste am Ende der Straße natürlich das Fremdsein stehen. Die Auslagerung der eigenen Existenz entledigt nicht nur aller Sorgen, sie verfügt auch über enormes Einsparungspotenzial. Wer nicht ist, gibt auch nichts aus. Das wäre die optimale Maßnahme zur Steigerung der Kosteneffizienz. Aber habt acht: Da sage noch einmal jemand, man könne vom Bundesheer nichts lernen.