Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist aus der organisierten SPD-Linken, dem Forum Demokratische Linke 21, ausgetreten. Grund: DL21-Chefin Hilde Mattheis findet, die Regelung zum Mindestlohn sei ein fauler Apfel. Für einen Fachmann für gesundes Grillen geht so was natürlich gar nicht. Besonders an Lauterbachs Austritt aus dem DL21 ist daher nur eins: Lauterbach war nie Mitglied.

Bevor wir nun überlegen, aus welchem Verein wir gerne austreten würden, bei dem wir nie Mitglied waren – der katholischen Kirche? der Deutschen Bank? den Hobbykickern von Juventus Urin? –, müssen wir erst einmal erklären, wie Karl Lauterbach passieren konnte, was ihm passiert ist: Er war nicht fokussiert.

Lauterbach sollte sich ein Beispiel an unseren WM-Jungs nehmen. Wenn Jogi Löw in einen Bus steigt, dann steigt er, so schreiben alle, fokussiert ein. Der fokussierte Schweinsteiger sagt fokussiert vor der Presse, er sei fokussiert. Und überhaupt zeigt sich die Mannschaft in Brasilien fokussiert wie nie. Früher, als WM-Kicker Dinge hochsterilisierten, das Spiel noch mal Paroli laufen ließen und egal, ob Mailand oder Madrid, Hauptsache, nach Italien wechselten, war niemand fokussiert. Sondern Weltmeister. Lauterbach für Deutschland!