"Natürlich waren die ersten Jahre nicht schön", sagt Xiao Liao. Aber so schlimm sei es auch nicht gewesen. Die 22-jährige Studentin wurde in Fujian geboren und lebt in Italien. Sie war sechs Jahre alt, als ihr Vater sie mit ihrem Bruder und ihrer Mutter nach Prato holte. Eine Stadt, 20 Kilometer entfernt von Florenz, die für ihre Stoffindustrie bekannt ist. "Ich hatte mich auf das Meer gefreut", erinnert sich Xiao, "meine Mutter auf ein besseres Leben." Doch was sie vorfanden, war ein Leben in einer Produktionshalle.
Chinesen in Italien: Wohnen in der Fabrik
Im italienischen Prato schuften Tausende Chinesen in der Bekleidungsindustrie. Manche erarbeiten sich ein besseres Leben, leiden aber unter Rassismus.