Dass Dekoration auf den folgenden Seiten die Hauptrolle spielen wird, fällt bei diesem Titel sofort ins Auge. Dreizehn Varianten üppig gemusterter Tapete zieren allein den Einband, Schleifenbänder aus cremeweißem Satin halten ihn geschlossen. Ein Buch als Werbebotschaft: Die Welt von Ladurée Paris soll nicht einfach nur aufgeklappt und hingenommen, sondern mit Hingabe entdeckt werden.

Innen links im Deckel steckt, gefaltet und wiederum von einer Schleife gehalten, eine mint-weiß gestreifte Pop-up-Broschüre, die sich kunstvoll zu drei miteinander verbundenen Raumkulissen auffächern lässt: opulent dekorierte Salons in Himmelblau, Grün-Rosé und Flieder, mit Lüstern und Putten, Marmor und Seide, Borten und Troddeln. "Wir freuen uns, in den folgenden drei großen, unserem Stil gewidmeten Kapiteln mit Ihnen zu teilen, was uns seit Jahren inspiriert: Die Welt von damals in einem Schmuckkästchen."

Der französische Journalist Serge Gleizes hat zum 150. Geburtstag der Pariser Pâtisserie-Kette Ladurée ein schmuckes Bilderbuch geschaffen. Denn die Feinbäckerei ist nicht nur für ihre Macarons berühmt – jene kunterbunten Mandelbaisers, die mittlerweile zum Trendgebäck avanciert sind und bei Parisbesuchern als Mitnimmsel hoch im Kurs stehen. Ebenso raffiniert wie seine Luxuskekse sind auch die Läden und Salons des Unternehmens gestaltet. Sie zeigen sich beeinflusst vom Einrichtungsstil dreier grandes dames: der Madame Pompadour (1721 bis 1764), der Kaiserin Eugénie (1826 bis 1920) und der Raumdesignerin Madeleine Castaing (1894 bis 1992). Das Defilee prunkvoller Räume und Accessoires beschließt eine Adressenliste von Ladurée in Frankreich und weltweit sowie den ebenfalls vorgestellten Manufakturen von Kristallwaren und Bodenbelägen, Stoffen und Tapeten, Silber und Porzellan.