"Königspfad" lautet der Name des schwedischen Wanderwegs Kungsleden übersetzt – und majestätisch ist die Landschaft, durch die er hindurchführt: Fast 800 Kilometer lang läuft man über baumlose Fjällflächen und durch moorige Wollgrasfluren, quert wilde Wasserläufe.

Die beliebteste Teilstrecke führt zum Beispiel von Abisko, eine Zugstunde westlich der Eisenerz-Metropole Kiruna, in fünf, sechs Tagesmärschen zum Fuße des Kebnekaise-Massivs, mit 2111 Metern Schwedens höchste Erhebung. Dort gibt es eine komfortable Unterkunft samt Duschen.

Viele andere Übernachtungsmöglichkeiten am Rande des Kungsleden sind allerdings weniger königlich – karg ausgestattete Selbstversorgerhütten mit Nottelefon. Der schwedische Autor Claes Grundsten beschreibt den gesamten Wanderweg in seinem farbig illustrierten Trekkingführer anschaulich in 28 Tagesetappen. Dazu gibt er Tipps zur besten Reisezeit – im Juni und Juli erlebt man zwar die Mitternachtssonne, doch im August und September gibt es weniger Mücken – und Ratschläge zur Ausrüstung. Einziges Manko des Buches: Die abgedruckten Kartenausschnitte taugen bloß zur groben Orientierung.