Thomas Bucher duzt seine Leser, erwartet von ihnen eine überdurchschnittliche Kondition und geht von einer ebenso über Normalmaß liegenden Lust am Abhaken aus: 85 Gipfel der Bayerischen Alpen sind mit leeren Kästchen gelistet.

Wer viele Häkchen machen will, muss sich ranhalten, und deshalb herrscht in Buchers Tourenbeschreibungen ein ziemlich sportlicher Ton.

Der macht auch den Reiz des Buches aus, denn die Ziele sind neben unbegangeneren Gipfelkombinationen viele schon oft beschriebene Klassiker. Die schnörkellose Ansprache ist vor allem dort hilfreich, wo das Gelände heikler wird. Da weiß mancher gleich, dass er dort nichts verloren hat – die Bergwacht wird es danken.