Es würde genügen, hier zwei kleine Worte zu schreiben, und man hätte die Lösung sozusagen im Ohr. Das zeigt bereits, wie unglaublich populär er ist, ähnlich wie ein Fußballstar (und auch das ist ein versteckter Hinweis). Er selbst sieht sich als Beispiel für geglückte Integration, was angesichts seiner langen und kontinuierlichen Karriere absurd klingen mag, letztlich aber stimmt.

Als Schulkind erlebte er rassistische Übergriffe im Alltag, hat er erzählt: "Da waren Jungen, zu denen musste ich hingehen, wenn die mich gerufen haben, und die Hand aufmachen, und dann haben sie da reingespuckt." Später lernte er Kickboxen, um sich in einer bedrohlichen Situation notfalls verteidigen zu können, das qualifizierte ihn für einen Job als Türsteher.

Vor allem aber lernte er auf fast besessene Weise die Sprache seiner Umgebung. Heute ist der virtuose Umgang, das oft hintersinnig experimentelle Spiel mit Wörtern eines seiner Markenzeichen: "Für mich war die Sprache der Schlüssel. Diese Tiefe, dieser Reichtum, diese Deutlichkeit [...] Und das dazugehörige Land kann ja so schlecht nicht sein." Seine Fans kennen oft jede seiner Zeilen auswendig, wie man auf Konzerten erleben kann. Gegner kritisieren einen Hang zum Kitsch. Was ihn nicht stört: "Ich schreibe meine Texte immer mit der Musik im Kopf. Und ... eine gewisse Melodie hebt manches Kitschige wieder auf." Dann wiederum trifft er Aussagen, die so gar nicht kitschig sind, im Gegenteil. Er wolle aber keineswegs diskriminieren, verteidigt er sich, sondern auf Missstände hinweisen und damit die Welt ein klein wenig verbessern. Denn daran glaubt er: "Wir haben hin und wieder die Möglichkeit als Künstler, so ein Ideal hinzustellen ..."

Seit Jahren sprudelt er über vor Tatendrang, beweist immer wieder Lust auf Neues und holt sich dazu talentierte Mitspieler ins Boot. Eines seiner erklärten Ziele: junge Menschen unterstützen und fördern. Und doch, trotz so viel öffentlicher Präsenz ist ihm geglückt, seine Privatsphäre zu wahren. Als man erfuhr, dass er schon länger verheiratet ist, waren auch treue Fans überrascht.

Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 35:

Die Berliner Bankierstochter Rahel Levin (1771 bis 1833) führte zwischen 1790 und 1806 einen berühmten literarischen Salon. 1814 heiratete sie den Diplomaten und Historiker Karl August Varnhagen von Ense, der ihre Briefe und Schriften herausgab