Ein Auslandsstudium, zumal in den USA, ist teuer. Wir sagen, wie es sich finanzieren lässt – und welche Stipendien es gibt.

Welche Unterstützung bekomme ich in Europa?

Wer innerhalb Europas für ein oder zwei Semester an eine andere Hochschule gehen möchte, kann sich für das Erasmus-Programm bewerben. Gefördert werden Aufenthalte zwischen drei und zwölf Monaten in 28 Staaten der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Türkei – aber nur dann, wenn die Heimathochschule auch am Programm teilnimmt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach den Lebenshaltungskosten im Zielland und liegt zwischen 150 und 500 Euro monatlich: Studierende, die ihre Kinder mit ins Ausland nehmen, erhalten ebenso wie behinderte Studierende auf Antrag eine zusätzliche Unterstützung. Und: Erasmus-Stipendiaten zahlen keine Studiengebühren an der Gasthochschule.

Und wie ist es außerhalb der EU?

Beim DAAD kann man für Studien-, Praxis- und Sprachaufenthalte Teilstipendien von rund 300 Euro monatlich beantragen. Je nach Zielland werden auch Reisekostenpauschalen gezahlt, für Australien beispielsweise 1.200 Euro, für Großbritannien 125 Euro, für Indien 550 Euro. Teilweise werden auch Studiengebühren übernommen. Mit dem "Go East"-Stipendium unterstützt der DAAD Semesterstudienaufenthalte in den Ländern Ost- und Südosteuropas, die nicht am Erasmus-Programm teilnehmen. Insbesondere für ein Studium an amerikanischen Hochschulen gibt es zahlreiche weitere Förderungsmöglichkeiten. Die Fulbright-Kommission etwa vergibt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren sowohl Jahres- als auch Reisekostenstipendien für Doktoranden und Studierende ab dem vierten Semester an der Uni, beziehungsweise dem zweiten Semester an einer FH. Sie übernimmt zusätzlich Studiengebühren von bis zu 34.500 Dollar. Auch der DAAD vergibt spezielle USA-Jahresstipendien an leistungsstarke Studierende aller Fachrichtungen, verlangt dafür aber auch eine ausführliche Begründung. Wer ein Stipendium ergattert, erhält 925 Euro monatlich. Die Studienstiftung des deutschen Volkes  finanziert ebenfalls Auslandsaufenthalte von Studierenden in den USA und in weiteren Ländern.

Wann erhalte ich Auslandsbafög?

Auch wer in Deutschland nicht Bafög-berechtigt ist, kann für die Zeit seines Auslandsaufenthaltes möglicherweise eine finanzielle Unterstützung beziehen. Das lässt sich im Internet mit dem Bafög-Rechner testen (www.bafoegrechner.de). Auslands-Bafög wird wie im Inland zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Staatsdarlehen geleistet und muss sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts beantragt werden. Empfänger von Auslands-Bafög erhalten die in Deutschland geltenden Sätze. Liegen die Lebenshaltungskosten im Gastland besonders hoch, gibt es zusätzlich Geld. Die Zuschläge müssen nicht zurückgezahlt werden.