Entwicklung und Gesundheit für alle – die Bill & Melinda Gates Foundation aus Seattle will die Welt verbessern. Dabei gilt die Organisation des Microsoft-Gründers Bill Gates und seiner Frau Melinda als größte private Stiftung der Welt. Mit rund 41 Milliarden Dollar entspricht ihr Kapital fast der jährlichen Wirtschaftsleistung von Ghana.
Rund 3,6 Milliarden Dollar hat die Stiftung allein im vergangenen Jahr ausgeschüttet, unter anderem um Krankheiten wie Malaria und Aids zu bekämpfen. Doch diese Großzügigkeit hat einen Nachteil: So wird die Weltgesundheitsorganisation WHO von Gates’ Stiftungsinitiativen geradezu erdrückt – während ihr gleichzeitig die Mittel fehlen, um die Verbreitung des Ebola-Erregers wirksam zu bekämpfen. Öffentlich kaum bekannt ist nämlich, dass rund 80 Prozent des Budgets der WHO auf freiwillige Zahlungen und Spenden zurückgehen. Diese Mittel sind zweckgebunden, sie dürfen also nur entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Geber eingesetzt werden. Und der Mann, auf dessen Wille es in einem kaum zu überschätzenden Maße ankommt, heißt Bill Gates.