Wie der Vater, so der Sohn – das kam für ihn nicht infrage. Auch, weil es nie Nähe zu dem Vater gab, dem doch ansonsten fast alle Welt vertraut oder ihn bewundert. Dem Kind aber bleibt dieser Mann fremd, der offensichtlich Größeres zu bewerkstelligen hat, als sich um seine Söhne zu kümmern – was sich auch anderweitig auswirkt: "Wenn ich eine Mathe- oder Englischarbeit geschrieben habe, wurde ich ganz normal bewertet wie alle anderen Schüler. Gleichzeitig bin ich von Polizeibeamten, die mit Maschinenpistolen bewaffnet waren, in die Schule gebracht worden", erinnert er sich später. Fremdbestimmung, Ablehnung, Einsamkeit – der Sohn braucht lange, um zu verstehen, in was für eine Welt er hineingeboren wurde.

Kaum volljährig, macht er sich aus dem Staub. Weit weg will er sein eigenes Leben aufbauen; sehnt sich danach, dass man ihm unbefangen begegnet, einfach so. Aber wohin er auch geht, der Schatten des Vaters lässt sich nicht abschütteln. Und dessen Helden-Image hat ja auch längst Kratzer abbekommen. Als dann noch die geliebte Mutter erkrankt und stirbt, droht der Sohn daran zu zerbrechen. "Kümmere dich um deinen Vater", hat ihn die Mutter gebeten, aber das muss er aus Selbstschutz verweigern. Endlich geht er in die Offensive, schreibt sich die jahrzehntelang erlittenen Qualen von der Seele, findet den Weg in ein freies und glückliches Leben, beruflich, privat. Nur der Vater, ein ferner Schatten, zeigt auch diesmal kein Verständnis. Aber das kann dem Sohn nun nichts mehr anhaben. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 43:

"Verdammt!" war das erste gedruckte Wort von Dorothy L. Sayers (1893 bis 1957). Mit Lord Peter Wimsey entwickelte sie eine neue literarische Qualität des Kriminalromans, studierte als eine der ersten Frauen in ihrem Geburtsort Oxford und übersetzte die "Göttliche Komödie"