Immer dieses Händefuchteln. Als müsste man Fliegen verscheuchen. Darsteller machen das, wenn sie Ausdruckskraft mit kräftigen Gesten verwechseln. Oder das Glotzen am Satzende, als wäre die Pointe an sich nicht genug, sondern müsste per Pantomime noch in die hinterste Saalreihe vermittelt werden.

In Mittendrin im Winterhuder Fährhaus spielen sie genau so: Adisat Semenitsch als alleinerziehende Mutter, der nervige Exmann (Andreas Schmidt), die rabiat-herzenskluge Mutter (Manon Straché). Dass die ein Geist ist, den nur Zuschauer und Tochter sehen können, soll amüsante Verwirrung stiften, es ist aber Augenwischerei. Mit derlei Regiekniffen (Buch und Inszenierung: Folke Braband) täuscht man nicht hinweg über mäßige Dialoge. Die Boulevardkomödie muss nicht originell sein, sie soll nur eingeübte Muster mit Scharfsinn durcharbeiten. Lüsterne Gags über Frauen "auf der falschen Seite der 40" und Sätze wie "Na, Rainer, alles senkrecht bei dir?" sind nicht der richtige Weg.

Komödie Winterhuder Fährhaus, Hudtwalckerstraße 13, bis 18. Januar