Ein Redewendung sagt: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen." So pflegen auch Schachspieler bestimmte Rituale und glauben an etwas, das zum Sieg verhelfen soll. 1886, beim ersten WM-Kampf der Schachgeschichte, empfahlen die Ärzte den Kontrahenten Wilhelm Steinitz und Johannes Hermann Zukertort Champagner, um das Denken anzuregen. Heute greift die Mehrzahl der Schachspieler indes zu Kaffee, Tee oder auch schlichtem Wasser, während der norwegische Weltmeister Magnus Carlsen immer mit einer Flasche Orangensaft erscheint. Obwohl manche russischen und nordischen Meister sich gerne mit Wodka und ähnlichen geistigen Getränken in Spiellaune versetzten, machte dieses Beispiel wenig Schule, vielleicht auch angesichts von Vorkommnissen abgeschreckt, bei denen der Spieler am Brett einschlief. Das kann der bildhübschen indischen Meisterin Tania Sachdev, die auch als Model arbeitet, und dem jungen amerikanischen Star Hikaru Nakamura kaum passieren. Sie schwören auf sogenannte Energydrinks. Diese wirken am Schachbrett wahrscheinlich besser als Wodka. Nakamura sieht sich als einen der ersten Herausforderer von Carlsen, bisher fällt die Bilanz allerdings eindeutig zugunsten des Zitrusfruchtgetränks aus. Beim Grand Prix in Baku kürzlich war Nakamura im entscheidenden Augenblick gegen Rustam Kasimdschanow, vermutlich aufgrund der belebenden Wirkung seines Energydrinks, allerdings hellwach.

Nach welchem "stillen" Zug von ihm als Weißem war der gefesselte Springer f8 nicht mehr zu retten?

Lösung aus Nr. 49:

Wie konnte Weiß trotz seines Königs im freien Feld und seiner bedrohten Dame sogar gewinnen?

Mit dem Abzugsschach 1.Ta7+!. Nach 1...Sxb3 folgte 2.Lc4+! (nicht etwa 2.Txa8+ Kg7) Kf8 3.Txa8+ Ke7 4.Txg1 mit leichtem Gewinn