Von Wasseradern ist häufig die Rede. Aber für das menschliche Auge sehen Flüsse oder Bäche nur selten wirklich wie Adern aus. In diesem Fall hilft der Satellit. Ein Bild stammt aus dem Naturreservat Bahía Blanca an der patagonischen Atlantikküste. Dort liegen bei Ebbe die hellen Schlickflächen des Wattenmeeres frei, und das Muster der Abflusskanäle wirkt genau so: wie ein Netz starker und feiner Adern. Der Bildband Wasser von Markus Eisl, Gerald Mansberger und Paul Schreilechner versammelt mehr als hundert Satellitenaufnahmen, die aus höchster Höhe und in oft abstrakter Schönheit zeigen, wo Wasser sich seinen Weg bahnt, wo es an Küsten schlägt und von Hochhäusern oder Pfahlbauten gesäumt wird, wie es vereist oder verschlammt. Ein großartiger Draufblick mit kleinen Begleittexten zu Umweltproblemen, die ein Satellit kaum abbilden kann.