Kürzlich flatterte mir das Buch 111 Gründe, Schach zu lieben ins Haus. Es wurde Zeit, schließlich gab es vom selben Verfasser schon 111 Gründe, das Radfahren zu lieben. Christoph Brumme ist ebenso leidenschaftlicher Radler – sechsmal ist er beispielsweise schon mit einem gewöhnlichen Tourenrad von Berlin an die Wolga gefahren.

Ein vergnügliches Buch, ein Lobpreis des "königlichen Spiels" in all seinen Facetten. Doch besonders gut gefiel meinem Ego der 95. Grund: "Weil Helmut Pfleger so spannende Schachkolumnen schreibt." Gegen einen Felsen im Nationalpark Caldera de Taburiente auf der spanischen Atlantikinsel La Palma gelehnt, liest Brumme die Schachkolumne im ZEITmagazin. "Manchmal sind die Aufgaben für geübte Spieler leicht zu lösen, manchmal nur nach langem Knobeln. Und manchmal auch gar nicht, jedenfalls nicht von mir. Ich wische mir den Schweiß von der Stirn, da ruft von Weitem ein Mann: ›Warten Sie! Ich suche die Schachaufgabe.‹ Hat mir die Sonne das Hirn verbrannt? Es nähert sich ein Rentnerehepaar aus Hamburg, der Mann erzählt, er grüble schon seit einer Woche über der Schachaufgabe. Er könne kaum noch schlafen, weil er die Lösung nicht finde."

Sollte meine Spalte gar ungesund sein?! Schließlich wird, Gott sei Dank und der Mittagssonne zum Trotz, gemeinsam die Lösung gefunden. Beim 71. Grund findet sich ein Bauernendspiel. Mit welchem Durchbruch kann Weiß am Zug überraschend sogar gewinnen?

Lösung aus Nr. 51:

Mit welcher Opferkombination konnte Weiß überraschend schnell matt setzen?

Nach dem Turmopfer 1.Txh5+! und der erzwungenen Annahme mit 1...Kxh5 setzte 2.Th7 den unglücklich eingeklemmten König, behindert durch den eigenen Springer, matt