Wenn es nach Bassam Abdullah ginge, wäre er längst syrischer Botschafter, mit allen Würden. Er sitzt in seinem Büro in Berlin-Mitte: Hinterhof, 1. Stock, Lamellenvorhänge, Ikea-Schreibtische, Filterkaffee. In der Repräsentanz der "Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte" sieht es aus wie bei einem Start-up-Unternehmen. Bassam Abdullah, 36, dunkler Anzug, sagt: "Ich bin der legitime Vertreter des syrischen Volkes."
In Berlin-Tiergarten, keine vier Kilometer Luftlinie entfernt, behauptet ein herrschaftlicher Bau das Gegenteil. Drei Etagen, prunkvolle Fassade, gegenüber liegen die Botschaften der Skandinavier, die Straße runter befindet sich die Vertretung Mexikos. Am Eingang hängt ein Messingschild: Botschaft der Syrischen Arabischen Republik.