Als die Zentralafrikanische Republik 2013 unter der Gewalt religiös motivierter Rebellen zusammenbrach, starben Tausende Menschen. Schuld an ihrem Tod haben auch die Vereinten Nationen (UN): Wie so oft reagierten sie zu langsam und umständlich. Zwar sind in der Zentralafrikanischen Republik seit 2008 von der EU finanzierte afrikanische Blauhelme im Einsatz. Doch sie sind zu wenige, und ihnen fehlt politische Unterstützung, weshalb sie die Machtübernahme der Seleka-Rebellen im März 2013 nicht verhindern konnten. Mit der Geschwindigkeit, in der sich Chaos und Gewalt anschließend ausbreiteten, konnte die Mobilisierung der UN nicht mithalten. Und die EU brauchte Monate, um sich auf eine militärische Mission zur Überbrückung zu einigen.