Vor genau 200 Jahren versuchte Napoleon Bonaparte noch einmal sein Glück. Er verließ sein Exil auf Elba und erreichte am 1. März 1815 Antibes. Der Einzug in Paris bald darauf war ein Triumph. So begann die sogenannte Herrschaft der Hundert Tage – bis Waterloo dem Traum von der Macht endgültig ein Ende machte. Doch Napoleons Ruhm wird zumindest auf Medaillen bis in alle Ewigkeit verkündet: als dauerhafte, kompakte Botschaften für zukünftige Generationen.

Die Pariser Medaillenprägestätte gab 1815 eine offizielle Serie napoleonischer Medaillen heraus, die seine militärischen und zivilen Erfolge feierte: die Eroberung von Hannover ebenso wie die Einführung der Pockenimpfung, die Schlacht von Austerlitz und auch den Laokoonsaal des Louvre in Paris.

Nur sehr selten sieht man eine der originalen goldgeprägten Lederschatullen mit der kompletten napoleonischen "Histoire Métallique". Derzeit wird eines dieser Schatzkästlein im Liechtensteinischen Landesmuseum ausgestellt. Ein anderes Exemplar wurde im Februar bei dem Auktionshaus ICE in Dublin für 26.000 Euro zugeschlagen.

Lisa Zeitz ist die Chefredakteurin von "Weltkunst" und "Kunst und Auktionen".