Russland will an die gloriosen Zeiten der Sowjetunion mit acht Jahrzehnten nahezu unangefochtener Vorherrschaft im Weltschach wieder anknüpfen. So ließ es sich Putin nicht nehmen, die Siegerehrung des WM-Kampfes zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand in Sotschi persönlich vorzunehmen und die beiden zusammen mit den früheren Weltmeistern Boris Spasski und Anatoli Karpow danach zu einer "Teerunde" einzuladen. Dabei erklärte er, noch mehr starke Schachturniere in Russland organisieren zu wollen. Nun ein Blick zurück zu den Anfängen: Einer der Bolschewisten der ersten Stunde unter (dem Schachspieler) Lenin war Nikolai Krylenko, einer der Chefankläger in den politischen Schauprozessen der zwanziger Jahre, dessen Leben genau so enden sollte wie das der meisten seiner Opfer – er wurde am 29. Juli 1938 erschossen. Krylenko war aber auch ein leidenschaftlicher Schachspieler und -förderer, der die berühmten Turniere "Moskau 1925" und "Moskau 1935" ermöglichte. Der Schachkalender 2015 schreibt: "Der riesige Saal konnte nicht alle Interessenten fassen. Eine etwa tausendköpfige Menge blieb vor den Eingangstüren stehen und nährte sich von zufälligen Informationen und Gerüchten, die von den zehn Brettern nach außen drangen."

Beispielsweise beim Turnier 1925 von der Glanzkombination des Mexikaners Carlos Torre Repetto gegen den deutschen Ex-Weltmeister Emanuel Lasker. Welcher Prachtzug gewann für Torre als Weißen?

Lösung aus Nr. 12:

Welcher weiße Paukenschlag führte zu einem fünfzügigen Matt? Nach dem Springeropfer 1.Sg6+! hxg6 rückte die weiße Dame mit dem versteckten 2.Dh1+! dem schwarzen Monarchen zu Leibe – mit der Folge 2...Lh6 3.Dxh6+ Dh7 4.Ld4+ Tf6 5.Lxf6 matt