KinderZEIT: Sind Pommes und Burger wirklich ungesund?

Mathilde Kersting: Mathilde Leider ja, jedenfalls wenn man zu viel davon isst. Fast Food ist sehr fettig, Pommes sind dafür ein gutes Beispiel. Zu viel Fett ist für uns Menschen ungesund. Es wird in unserem Körper gespeichert, macht auf Dauer dick und schädigt auch das Herz.

KinderZEIT: Warum essen wir dann so gerne Pommes?

Kersting: Das hat mehrere Gründe. Erstens macht es Spaß, mit den Fingern zu essen, das dürfen wir ja sonst nicht so oft. Außerdem sind Pommes lecker. Und das liegt am vielen Fett, das sie enthalten. Es transportiert besonders viele Geschmacksstoffe in unseren Körper hinein, die Pommes schmecken sozusagen stärker als anderes Essen. Noch dazu sind sie gesalzen. Und Salz ist noch so ein Stoff, der uns gut schmeckt, der aber in großen Mengen schädlich für uns ist.

KinderZEIT: Müsste unser Körper uns nicht davor warnen?

Kersting: Stimmt, manche Gefahren erkennt der Körper. Aber die Pommes tricksen uns aus, sie erinnern uns an uralte Überlebensinstinkte. Früher brauchten die Menschen viel Energie, um zu laufen oder zu jagen – und Energie bekamen sie durch Fett. Und sie brauchten auch Mineralstoffe wie Salz. Heute jagen wir nicht mehr und müssen stattdessen darauf achten, dass wir genug Gemüse und Obst essen.

KinderZEIT: Sollte Fast Food ganz verboten sein?

Kersting: Die meisten Kinder essen einmal pro Woche etwas im Fast-Food-Restaurant. Das ist in Ordnung. Häufiger sollte man sich aber keine Pommes holen. Und wichtig ist, sich immer viel zu bewegen.

KinderZEIT: Und wenn es zu Hause oft Pommes oder Tiefkühlpizza gibt?

Kersting: Da müssen die Kinder ihre Eltern erziehen. Statt Salami-Pizza sollte man Schinken-Pizza kaufen, die hat weniger Fett. Wenn man dazu noch Gurke oder Tomate isst oder die Pizza mit frischem Gemüse wie Brokkoli belegt, ist Tiefkühlpizza völlig okay.

Mathilde Kersting erforscht in Dortmund, wie Kinder essen.