Auf den ersten Bildern sah alles so grün aus, so luftig und weitläufig. Mit idyllischen Simulationen einer OlympicCity im Hafen ging Hamburg im Frühjahr auf Werbetour und besiegte die Berliner. Seit Kurzem sitzen die Planer jetzt an genauen Entwürfen – und müssen feststellen: Leider passt gar nicht so viel drauf auf den Kleinen Grasbrook.

Vergangene Woche haben die Planer vor 650 Hamburgern ihre Entwürfe vorgestellt. In der ersten Variante platzieren sie tatsächlich alles auf dem Kleinen Grasbrook, wie auf den schönen Werbebildern: das Stadion, die Schwimmhalle, die Olympiahalle. Doch dann wird es zu eng für das Olympische Dorf, es müsste ausweichen und über den Moldauhafen gen Norden wachsen. Das sieht nicht mehr ganz so hübsch aus.

Um der Platznot zu begegnen, tüfteln die Planer über weiteren Varianten. Ihr neuer Favorit sieht vor, die Schwimmhalle von der randvollen Hauptinsel zu nehmen und sie über den Moldauhafen nach Norden zu versetzen. So hätte das Olympische Dorf ausreichend Platz, und das Stadion könnte näher ans Wasser rücken. Der Nachteil: Auf dem nördlichen Teil, wo eigentlich ein schöner Park und nach den Spielen zahlreiche Wohnungen wachsen sollten, steht plötzlich eine gewaltige Schwimmhalle im Weg.

Interessierte Bürger können sich den neuen Lieblingsplan am 23. Juni auf einer "Stadtwerkstatt" anschauen, sie beginnt um 19 Uhr im CruiseCenter in der HafenCity.