In der Vorzeit, also in der Zeit vor dem Euro, druckten die Staaten ihre Banknoten selbst – und das nicht bloß, um ihren Untertanen ein allgemeingültiges Tauschmittel zu verschaffen. Geld ist seit je auch ein herrliches Propagandainstrument, das haben die postnationalen Euro-Europäer nur vergessen.

Schon Kaiser Augustus prägte seinen Kopf auf die Sesterzen, damit jeder im Römischen Reich wusste, wer der Kaiser ist (und wie er aussieht). Wer also die Macht hat und wie weit sie reicht. Womit wir beim griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis wären.

Der Mann tut ja alles, um die Griechen aus dem Euro zu drängen. Er will sein Münzrecht zurück, wieder Drachmen drucken, und ein Designer hat die neuen Scheine schon mal vorgezeichnet. Wir zeigen hier die künftige Eine-Milliarde-Drachmen-Banknote. Würde man sie im Verhältnis eins zu eins gegen Euro tauschen können, müsste Varoufakis nur 300 davon drucken, schon wäre er all seine Euro-Schulden los.

Auch die Amerikaner haben vor zwei Jahren kurz darüber diskutiert, ob sie ihre Staatsschulden dadurch verringern, dass sie eine Platinmünze im Wert von einer Billion Dollar prägen. Es gibt bloß einen kleinen Unterschied. Der Tauschwert einer Währung steht in einem Verhältnis von tatsächlicher Wirtschaftskraft und Geldmenge.

Insofern ist es schon richtig, dass den Drachmen-Schein kein modernistischer Riesenbau ziert. Das symbolisiert auf den Euro-Scheinen schnöden Wohlstand. Nein, besser ist es, Varoufakis als griechischen Helden zu zeigen: als Achill.