Papst Franziskus plant, wie zu lesen war, einen gemeinsamen Urlaub mit seinem Vorgänger Benedikt XVI. Da Komasaufen am Ballermann aus naheliegenden Gründen ebenso ausfällt wie Whitewater-Rafting auf dem Sambesi oder Pilgern nach Mekka, werden der Franz und der Benni wohl einfach in Castel Gandolfo ein bisschen abhängen und – ganz ad libitum – den Herrgott einen guten Erlöser sein lassen. Oder, wie wir Besitzer des großen Latinums gern sagen: Beatus ille, qui procul negotiis. Unpäpstlich heißt das: Glücklich ist der Arbeitslose.

Wir sind gespannt darauf, ob es dem Franz mit dem Benni nun so ergeht wie dem Nobelpreisträger Tim Hunt mit den Frauen. Der Biochemiker hatte jüngst getrennte Labore für Frauen und Männer mit der Begründung vorgeschlagen: "Drei Sachen passieren, wenn Frauen im Labor sind: Du verliebst dich in sie, sie verlieben sich in dich, und wenn du sie kritisierst, weinen sie." Sein Chef feuerte ihn. Wenn Franziskus im Urlaub mit einer ähnlichen Begründung getrennte Sommerresidenzen fordert und ihn sein Chef daraufhin ebenfalls feuert, wäre nicht nur der ultimative Gottesbeweis erbracht. Die Welt hätte auch wieder einen Papst mit roten Schuhen. Und wir würden weise seufzen: Suum cuique, endlich wieder mehr Lametta.