In seinem Buch Schach in Amerika weist der Schachgeschichtsforscher Helmut Wieteck auf den Exodus der europäischen Auswanderer Mitte des 19. Jahrhunderts hin, der oft aus purer Not geschah, gar nicht selten aber mit Abenteuerlust gepaart. Unter den Auswanderern waren der Schotte George Henry Mackenzie (1837 bis 1891) und der Ire James Mason (1849 bis 1905). Der Berufssoldat Mackenzie kämpfte im Bürgerkrieg aufseiten der Union. Seine Tapferkeit brachte ihm zwar die Beförderung zum Captain, aber auch einige Kriegswunden, die ihn zwangen, seine Schlachten fürderhin auf den Mikrokosmos der 64 Felder zu beschränken. James Mason arbeitete als Journalist für den New York Herold und war bald nicht nur der beste Schachspieler Amerikas, sondern ebenso ein guter und witziger Schachbuchautor. Andererseits war er dem Whiskey recht zugetan und soll manche Partie aufgrund einer "heiteren Verfassung" verloren haben. Er konnte schon einmal während der Partien irische Freiheitslieder anstimmen, was die Zuschauer mehr als die Turnierleitung erheiterte.

In jedem Fall fuhren beide nun oft umgekehrt über den Großen Teich und vertraten ihr neues Heimatland auf vielen europäischen Turnieren. In Paris 1878 trafen sie sogar aufeinander. Mit welcher verwegenen Opferkombination konnte Mackenzie als Weißer am Zug seinen Landsmann matt setzen?

Lösung aus Nr. 26:

Nach welchen weißen Opferschlägen war der schwarze König in 4 Zügen matt? Auf das Damenopfer 1.Dxh6+! Lxh6 2.Txh6+ Kg7 folgte mit der Bauernumwandlung 3.f8D+! Damenopfer Nr. 2 (!) nebst dem grausig-schönen Ende 3...Kxf8 4.Th8 matt