Aristoteles Onassis hatte eine Jacht, Christina, 91 Meter lang. An Bord empfing er Sinatra, Churchill, John Wayne. Wer eben so Zeit hatte für eine Tour durch die Ägäis.

Stand er an Deck, einsam übers Meer spähend, als er folgenden, berühmten Satz äußerte? "Wer behauptet, mit Geld sei alles möglich, beweist nur, dass er nie welches gehabt hat." Vielleicht war es Liebeskummer. Jackie: im frostigen New York. Die Callas: immer nur am Proben. Der schönste Pool ist ziemlich öde ohne die Gelegenheit zu Plausch und Neckerei.

Bei Blohm + Voss will man sich nun verstärkt auf den Jachtenbau konzentrieren, weil die Kinder der Superreichen "selbst irgendwann in das Alter für ihr erstes eigenes Boot kommen". Zitat Fred van Beers, neuer Chef der Hamburger Werft.

Wichtig ist, bei der künftigen Planung an Onassis zu denken und quasi pädagogisch zu bauen. Der reiche Nachwuchs weiß lange vor dem Leichtlohngruppenmitglied, dass Glück nicht käuflich ist. Seine Wünsche ans Jachtfahren werden also weniger auf Jetski-Bestückung ausgerichtet sein als auf Kommunikation und Gesundheit.

Co-Working-Areas fürs gemeinsame Start-up-Erlebnis oder Freiflächen für vegane Pop-up-Restaurants müssen den Helikopter-Landeplatz ersetzen. Statt Whirlpool-Landschaft lieber ein schönes Yogastudio. Und WLAN in Premiumqualität für die Rundumvernetzung. Kein junger Mensch sollte so darben wie Onassis.